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Räder- und Reifenprüfung:

Umlaufbiegeprüfung

 

1. Einleitung

Die Biegeumlaufprüfmaschine ermöglicht die Durchführung von Betriebsfestigkeitsprüfungen von Scheibenrädern nach Richtlinien für die Prüfung von KFZ- Rädern. Die Prüfmethode mit stillstehendem Scheibenrad, die bei der Maschine angewendet wird, ermöglicht kurze Prüfzeiten und das Beobachten der Rissentwicklung des Prüflings. Durch den Einsatz eines hochwertigen Rechnersystems verbunden mit einer komfortablen Software, ist eine zuverlässige, bedienerfreundliche Durchführung der Prüfungen gegeben. In der Mitte der Maschine befindet sich ein Biegestab, über den das Biegemoment durch eine rotierende Masse am Unwuchterregerkopf eingeleitet wird. Der Biegestab mit aufgebautem Flansch hat die standardisierte Länge von 760 mm.

2. Mechanik

Es können alle gängigen Lochkreise (13" - 22") aufgespannt werden.

3. Modernste Messelektronik

Die analoge Messelektronik umfasst jeweils 2 Kanäle zum Messen des Biegemomentes und der Biegestabauslenkung.

Das Biegemoment wird mittels zwei Dehnmess-Streifen-Vollbrücken am Biegestab gemessen. Diese zwei Vollbrücken sind um 90° versetzt angeordnet und deren Ausgangssignale werden mittels Präzisionsmessverstärker aufbereitet. Die aufbereiteten Mess-Signale werden dem Rechner zugeführt, der eine geometrische Addition der beiden Signale durchführt. Dieser Wert stellt den lst-Wert für die Regelung des Biegemomentes dar. Die Regelung wird digital vom Rechner übernommen.

Die Auslenkung des Biegestabs wird mit zwei um 90° versetzten berührungslosen Wegaufnehmern gemessen. Die Zunahme der Auslenkung signalisiert den beginnenden Anriss des Scheibenrades und ist damit ein wichtiges Abschaltkriterium der Prüfmaschine. Die Signale der Wegaufnehmer werden über zugehörige Messverstärker aufbereitet und als analoge Signale dem Rechner zugeführt. Im Rechner werden die beiden Signale geometrisch addiert und dieser Wert zur Überwachung der Auslenkung verwendet.

4. Bedieneroberfläche

Folgende Vorgaben können über ein Eingabemenü eingegeben werden:

  • Anzahl der Lastwechsel

  • Soll-Wert Biegemoment oder Drehzahl

  • Grenzwert prozentuale Wegzunahme (Abschaltkriterium)

  • maximale Drehzahl (Abschaltkriterium)

  • maximales Biegemoment (Abschaltkriterium)

  • Angaben zum Prüfling

Die Vorgabewerte sind auch direkt einstell- bzw. veränderbar.

5. Technische Daten

Typ

BUM8k

Nenn-Biegemoment

8 kNm

Linearitätsabweichung bei statischer Kalibrierung

<0,5% v. E.

Elektrischer Anschluß

3-/N 3 80/220V 50-60Hz/8,0 kW

Antrieb Servomotor

5,7 kW

Prüfdrehzahl bei Momentenregelung

n = 600 - 2.500 min-1

Prüfdrehzahl bei Drehzahlregelung

n = 0 - 2.500 min-1

Scheibenradgröße

13“ -22“

Maulweitenbereich

3,5“ - 13“

Biegestablänge

725 mm

Flanschhöhe

35 mm

Biegestab kompl. mit Flansch

760 mm span>

Arbeitsplatte Durchmesser

ca. 1.200 mm

Höhe der Maschine

1.150 mm

Gewicht

ca. 1.700 Kg