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Gesundheitswesen:

Legionellensichere Anlage

 

Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben in Europa jährlich über 20.000 Personen an den Folgen einer Legionelleninfektion. Auch in Österreich treten praktisch wöchentlich Krankheits- und Todesfälle auf.

Legionellenprophylaxe:

Die zuständigen Behörden gehen diesbezüglich rigoros vor. Alleine der Verdacht, dass sich ein Patient in einer Anlage infiziert hat, führt unweigerlich zur Schließung der entsprechenden Einrichtung bzw. des Betriebes.

Die geltenden Normen und Gesetze (z. B. Trinkwasserverordnung, ÖNORM B 5019, Arbeitnehmerverordnung, etc.) machen eindeutig den Anlagenbetreiber dafür verantwortlich, dass das Wasser in einer Anlage, ohne Gefährdung der Gesundheit, verwendet und getrunken werden kann.

Was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien, die in praktisch jedem Wasser vorkommen und die sich, sobald sie in eine technische Anlage gelangen, wenn die Temperatur, das Nahrungsangebot und die Verweilzeit passen, explosionsartig vermehren können. Legionellen vermehren sich bei Wassertemperaturen zwischen 25°C und 50°C, während sie erst bei Temperaturen über 65°C absterben.

Durch diese hohe Konzentration stellen die Legionellen dann eine große Gefahr für die Gesundheit dar. Das Einatmen von Aerosol (Wasser-Luftgemisch) welches z. B. bei Duschen, bei Schwimmbädern und Whirlpools, bei Lüftungs- und Klimaanlagen, etc. entsteht, kann zu schweren Erkrankungen führen wie z. B. der Legionärskrankheit: Hierbei handelt es sich um eine sehr schwere Art der Lungenentzündung, die in vielen Fällen tödlich endet.

Wie werden die Infektionen übertragen?

Die Übertragung der Infektionen erfolgt nur durch Inhalation. Sie findet durch Aufnahme eines entsprechend kontaminierten Aerosols (Luft-Wassergemisch) statt. Es gibt keine Person-zu-Person-Übertragung.

Fakten über die Legionärskrankheit

  • schwere Lungenentzündung

  • Fieber bis 40° Grad

  • Husten

  • Kopfschmerzen

  • Muskel- bzw. Gelenkschmerzen

  • Durchfälle

  • mehr als 20.000 Tote in Europa (lt. WHO)

Zertifizierung und Vorteile durch das Zertifikat "Legionellensichere Anlage":

Die TÜV AUSTRIA CERT GMBH überprüft in einem Audit die Legionellensicherheit Ihrer Anlage.

Durch die Identifizierung und Überwachung der Gefahrenquellen werden viele Risiken ausgeschlossen. Durch die laufende Überwachung und Qualitätssicherung ist man nicht mehr ausschließlich von den zeitaufwendigen und oft nicht sehr aussagekräftigen Analysen der Wasserproben abhängig.

Durch die Zertifizierung und die laufende Qualitätssicherung weist der Anlagenbetreiber nach, alles, dem Stand der Technik entsprechende, unternommen zu haben. Der verantwortliche Personenkreis kann daher niemals dem Vorwurf der grobfahrlässigen Handlungsweise ausgesetzt werden.

Durch die laufende Qualitätssicherung und die Einhaltung dieses Standards wird das Risiko der Beeinträchtigung der Wasserqualität minimiert bzw. ausgeschlossen. Das große wirtschaftliche Risiko, welches in diesem Zusammenhang durch behördliche Schließungen von Anlagenteilen bzw. ganzen Anlagen steht, wird somit praktisch ausgeschlossen.

Durch die Einführung und Umsetzung dieses Standards wird die Eigenkontrolle des Betreibers gestärkt und die behördliche Aufsicht vereinfacht und verbessert.

Durch die laufenden Kontrollen und Überprüfungen wird die Anlage optimiert und automatisch die Wirtschaftlichkeit verbessert.

Durch die ausgedehnte Eigenkontrolle werden die Wartungs-, Instandhaltungs- und Überprüfungskosten durch Fremdfirmen und Behörden reduziert.

Ansprechpartner:

Ing. Klaus MLEKUS
TÜV AUSTRIA CERT GMBH

Barichgasse 40-42
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 514 07-6067
E-Mail: ml@tuv.at

Ing. Mag. (FH) Hermann Peter Zeilinger
TÜV AUSTRIA CERT GMBH

Dr.-Franz-Werner-Strasse 36 / 3.OG
A-6020 Innsbruck/Austria
Tel: +43 512 341 357 8652
Fax: +43 512 341 357 8605
E-Mail: zei@tuv.at