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EN ISO 22000:

Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit - Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette

 

Hygienemängel und deren negative Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit können zu lebensbedrohenden Erkrankungen führen. Zusätzlich erreichen die Verluste durch verdorbene Lebensmittel und Lagerschäden unvorstellbare Ausmaße. Im Sinne der Verordnung (EU) Nr.178/2002 fordert die EU, dass nur sichere Lebens- und Futtermittel in Verkehr gebracht werden. Diese Verordnung gilt über die ganze Lebensmittelkette, vom Anbaubetrieb bis hin zum Einzelhandel oder Gemeinschaftsverpflegungen. Die ISO 22000:2005 ist die geeignete Norm für Lieferanten und Dienstleister des Lebensmittelbereiches.

Die ISO 22000:2005 bewertet die Lebensmittelsicherheit als Managementsystem im Betrieb, wobei HACCP und die gute Hygienepraxis wesentliche Kernpunkte darstellen.

Die Zertifizierung ist dabei nicht nur auf Lebensmittelproduzenten beschränkt; unter Berücksichtigung, dass ca. 50% aller Lebensmittel verpackt sind (dem wird auch durch entsprechende EU Verordnungen wie z.B. die VO(EG) Nr. 1935/2004 bzw. 2023/2006 Rechnung getragen), gibt die Norm auch Verpackungsmittelherstellern die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Zertifizierung abzusichern. Weitere potentielle Anwender sind Hersteller von Zusatzstoffen, Erzeuger von Maschinen, Dienstleister entlang der Lebensmittelkette (Logistik- und Transportunternehmen, Reinigungsfirmen, Schädlingsbekämpfungsunternehmen, Wäschereinigungen für Lebensmittelbetriebe), aber auch Versorger (Gemeinschaftsverpflegung, Systemgastronomie, Catering etc.).

Diese Norm nimmt an Bedeutung zu und ist auf die weltweite Harmonisierung der Standards zur Beurteilung von Lebensmittelsicherheit ausgerichtet.

Neben den Forderungen des Qualitätsmanagementsystems und des HACCP wird die Einführung von Präventivprogrammen gefordert.

PRP (Prerequisite programme)

  • Grundvoraussetzungen und Handlungen zur Einhaltung einer hygienischen Umgebung (GMP, GHP)

Operational PRP (operative Präventivprogramme)

  • Programme, die sich im Rahmen der Gefahrenanalyse als notwendig erweisen, um die Wahrscheinlichkeit des Eintrages von Kontaminationen oder die Ausbreitung von gesundheitlichen Gefahren zu beherrschen

Hauptelemente dieser internationalen Norm sind

  • Systemmanagement (Einbindung von Verantwortung für Lebensmittelsicherheit in das Qualitätsmanagement als Gesamtführungsaufgabe)

  • Interaktive Kommunikation (Bereitstellung von Kommunikationsmitteln zur Kommunikation mit Lieferanten, Kunden, Endverbrauchern, Behörden, nicht nur im Krisenfall)

  • HACCP und vorausgesetzte Programme (PRP prerequisite programs)

  • Validierung und Verifizierung: alle Maßnahmen müssen vor, während und nach ihrer Durchführung auf ihre Eignung und ihren Erfolg geprüft werden. Die Prüfungen müssen dokumentiert werden.

Zur Hilfe bei der Umsetzung im Betrieb wurde die ISO 22004 herausgegeben. Um die Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittelkette besser organisieren zu können, wurde die ISO 22005 entwickelt.

Die Normen der Gruppe ISO 22000 bieten als einziger weltweiter Standard Sicherheit. Die TÜV AUSTRIA CERT GMBH ist für ISO 22000:2005 akkreditiert. Diese Dienstleistung bietet die TÜV AUSTRIA CERT GMBH in den entsprechenden Ländern auf Deutsch, Englisch, Rumänisch, Kroatisch, Italienisch, Persisch, Griechisch und Türkisch an. Daneben bietet eine Zertifizierung die Möglichkeit, die eigenen Vorbeuge-, Kommunikations- und Notfall-Instrumentarien begutachten zu lassen. Der Betrieb erhält ein international anerkanntes TÜV AUSTRIA-Zertifikat.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing Maria PANUSCHKA
TÜV AUSTRIA CERT GMBH
Barichgasse 40-42
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 514 07-6093
E-Mail: pna@tuv.at