Die ISO 28000 ist ein Standard, der auf Grund einer dringenden Anforderung der Industrie für einen eigenen Sicherheitsmanagementstandard entwickelt wurde. Die ISO 28000 legt die Anforderungen an ein Sicherheitsmanagementsystem mit der Zielsetzung, die Sicherheit entlang der gesamten Lieferkette durch beherrschte Prozesse zu gewährleisten und in einem kontinuierlichen Prozess (Schritt für Schritt) zu verbessern, fest.
Bei der ISO 28000 handelt es sich um einen hochwertigen Managementsystemstandard, der es einer Organisation ermöglicht, ein umfassendes Lieferkettensicherheitsmanagementsystem einzuführen. Dabei ist die Organisation gefordert, die Sicherungsumgebung zu überprüfen, in der sie agiert und festzulegen, ob angemessene Sicherungsmaßnahmen angewendet werden und andere gesetzliche Anforderungen existieren und eingehalten werden. Wenn Sicherungsmaßnahmen in diesem Prozess identifiziert werden, ist die Organisation angehalten, entsprechende Maßnahmen zu setzen und Prozesse festzulegen, um diese Anforderungen zu erfüllen.
Die ISO 28000 ist auf Organisationen aller Größen anwendbar, im Bereich Produktion, Dienstleistung, Lagerung und Transport, und in allen Stufen der Herstellungs- oder Lieferkette, in der es darum geht
1. ein Sicherheitsmanagementsystem zu implementieren, zu betreiben oder zu verbessern.
2. festzustellen, ob Sicherungsmaßnahmen den Vorgaben entsprechen.
3. die Entsprechung von Sicherungsmaßnahmen zu demonstrieren.
4. ein Sicherheitsmanagementsystem durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle zertifizieren zu lassen.
5. zu deklarieren, dass man der ISO 28000 entspricht.
Erwähnenswert ist noch, dass sich die ISO 28000 im Aufbau an der ISO 14001 orientiert. Auf jeden Fall kann eine Organisation, die ein prozessorientiertes Managementsystem eingeführt hat (z. B. ISO 9001), dies als fundierte Basis für die Einführung eines Sicherungsmanagementsystems entsprechend der ISO 28000 nutzen.