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Eventbranche setzt mit Zukunftsstudie und Zertifizierung Professionalisierungs-Schritte:

WKÖ eventnet präsentiert Branchenstudie „Event der Zukunft“ mit Zukunftsinstitut sowie zukunftsweisendes Zertifizierungsmodell mit TÜV AUSTRIA

 
TÜV AUSTRIA Personenzertifizierung

„Die heimische Veranstaltungswirtschaft leistet mit rund 5.000 Mitgliedsbetrieben einen enormen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung“, wies Gerhard Span, Obmann des Fachverbandes Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der Präsentation der Branchenstudie „Event der Zukunft“ am Montag in Wien auf die wachsende Bedeutung der Eventbranche hin.

„Wir müssen und wollen als Branche mit Qualität und Transparenz überzeugen“, betonte Andreas Hladky, Sprecher von eventnet, der Vertretung der Veranstaltungsunternehmer in der WKÖ.

Durch den vom renommierten Zukunftsinstitut erstellten und von eventnet in Auftrag gegebenen Leitfaden für die heimische Eventbranche sollen die Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft ‚fit für die Zukunft‘ gemacht werden.

Denn Hladky zeigte sich überzeugt: „Um im Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können, müssen wir uns den - durch die digitale Revolution ausgelösten - Herausforderungen stellen, auf die ständig neuen Anforderungen und Bedürfnisse eingehen und immer einen Schritt voraus sein“, betont Hladky.

Weitere Informationen und Rückfragehinweis >>

Digitalisierung bewirkt Umbruch in der Eventwirtschaft – Leitfaden bietet Orientierung

Auch der Studienautor Harry Gatterer wies auf die enormen Chancen, aber auch Risiken der Digitalisierung hin: „Heute sind 95 Prozent aller Informationen, die es weltweit gibt, digital gespeichert. Im Jahr 2000 waren es noch 25 Prozent.“ Allerdings benötige Digitalisierung Relevanz. Es reiche bei weitem nicht aus, etwas „einfach ins Internet zu schupfen“, warnte Gatterer, der die „Eventisierung“ in unserer Gesellschaft als sehr weit fortgeschritten bezeichnet und der Branche eine enorme Dynamik zuschreibt. „Wir leben in einer Gesellschaft, die alles zum Event stilisiert“, so Gatterer.

Für ihn muss der Event der Zukunft einen Life-Höhepunkt im digitalen Leben darstellen, Geschichten erzählen, die Kreativität der Menschen einbeziehen, Visionen geben und Glücksmomente schaffen. Nur dann könne der Event in unseren informationsüberfluteten Zeiten erfolgreich sein. Branchensprecher Hladky sieht eine deutliche Entwicklung vom reinen „fun-event“ in den 1980-er Jahren zu einem etablierten Marketingtool, dem Event-Marketing, in der heutigen Zeit. „Für die Betriebe stellt dieser Wandel und die daraus resultierenden Anforderungen eine Herausforderung dar, bei der wir sie mit dem Handbuch ‚Event der Zukunft‘ unterstützen wollen“, erklärte Hladky.

Hladky zu Zertifizierung: „Wollen Qualität gegenüber Auftraggebern kommunizieren!“

Etwa 5.000 Personen beziehungsweise Unternehmen verfügen in Österreich über einen Gewerbeschein für die Durchführung von Veranstaltungen. Nun gibt es für die Branche eine neue Zertifizierung, die von der TÜV AUSTRIA Cert GmbH und dem Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der WKO - auf Basis eines Zertifizierungsmodells von 2008 – erarbeitet wurde.

V. l. n. r.: Gerhard Span, Obmann des Fachverbandes Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Andreas Hladky, Sprecher von eventnet, der Vertretung der Veranstaltungsunternehmer in der WKÖ, Harry Gatterer, Zukunftsinstitut
V. l. n. r.: Gerhard Span, Obmann des Fachverbandes Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Andreas Hladky, Sprecher von eventnet, der Vertretung der Veranstaltungsunternehmer in der WKÖ, Harry Gatterer, Zukunftsinstitut

Die Zertifizierung wird nun in drei statt bisher zwei Stufen angeboten. Stufe Eins wendet sich dabei erstmals an den Ausbildungssektor: wer eine einschlägige Ausbildung nachweisen kann und eine vom TÜV abgehaltene Zertifizierungsprüfung besteht, erhält das Zertifikat „Eventindustry Aspirant“, welches nach nur drei Jahren einschlägiger Berufspraxis automatisch das höchste Branchenzertifikat nach sich zieht. Die Einbeziehung der Ausbildungsbetriebe war Andreas Hladky besonders wichtig: „Heute ist eine einschlägige Ausbildung das A und O jeder beruflichen Praxis. Hier sehen wir noch einen Qualifikationsbedarf für die Branche.“ Gerade der Eventmanagementbereich müsse seinen Handlungsrahmen enger definieren, fügte Hladky hinzu: „Bei Events geht es immer auch um viel Verantwortung.“

Eventmanagement ohne Ausbildung sei für die Branche nicht wünschenswert, das neue Zertifikat würde Berufseinsteigern nun einen klaren Ausbildungs- und Berufspraxispfad vorgeben, erläuterte Hladky.

Stufe Zwei des Zertifikats wendet sich an „Certified Event Specialists“, also an Personen, die eine zumindest sechsmonatige Ausbildung und zumindest dreijährige Berufserfahrung vorweisen können.

Das höchste Zertifikatslevel „Certified Eventmarketing Expert“ ergeht an Personen, die über fünf Jahre Berufserfahrung und eine zumindest zweijährige Ausbildung vorweisen können, so Susanne Bachner, Projektleiterin beim TÜV AUSTRIA. Auch bei der Verlängerung des Zertifikates, welches in der Regel auf drei Jahre gültig ist, müsse künftig ein Weiterbildungsnachweis erbracht werden. „Wir wollen damit für die Auftraggeber klarstellen, dass Zertifikatsinhaber jene Branchenplayer sind, die immer up to date und damit vertrauenswürdige Geschäftspartner der Eventbranche sind.“

Zertifikate ab sofort kostengünstiger

Etwa 5.000 Personen beziehungsweise Unternehmen verfügen in Österreich über einen Gewerbeschein für die Durchführung von Veranstaltungen. Nun gibt es für die Branche eine neue Zertifizierung, die von der TÜV AUSTRIA Cert GmbH und dem Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der WKO - auf Basis eines Zertifizierungsmodells von 2008 – erarbeitet wurde.
Etwa 5.000 Personen beziehungsweise Unternehmen verfügen in Österreich über einen Gewerbeschein für die Durchführung von Veranstaltungen. Nun gibt es für die Branche eine neue Zertifizierung, die von der TÜV AUSTRIA Cert GmbH und dem Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der WKO - auf Basis eines Zertifizierungsmodells von 2008 – erarbeitet wurde.

„Im kommenden Jahr startet der Fachverband eine diesbezügliche B2B Informationsoffensive“, so Berufsgruppensprecher Hladky, der für die Branche auch eine weitere Forderung umgesetzt hat: „Die Kosten für die Zertifizierung liegen um beinahe 50% unter den bisherigen Kosten und sind somit für KMU und EPU, die in unserer Branche seriös tätig sein wollen, gleichermaßen erschwinglich.“ Die Kosten für die Personenzertifizierung des TÜV liegen bei 360 Euro für das erste Level der Berufseinsteiger, 720 Euro für Event Specialists und 960 Euro für Eventmarketing Experts. Der Fachverband verrechnet weitere 240 Euro für die Unternehmenszertifizierung in jedem Level, bei der allerdings - aufbauend auf den TÜV-Zertifikaten - keine weiteren Prüfungen mehr nötig sind.

Der Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt die Interessen von 38 Berufsgruppen und rund 20.000 Betrieben. Dazu gehören circa 5.000 Veranstaltungsagenturen. Diese finden sich in einer eigens gegründeten Plattform wieder.

Die Studie „Event der Zukunft“ steht kostenfrei unter www.eventnet.at und www.hotelderzukunft.at/edz zum Download zur Verfügung. (ES)

Rückfragehinweis:

Mag. Matthias KOCH
Wirtschaftskammer Österreich Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe

Tel.: +43 (0)5 90 900 3554
E-Mail: matthias.koch@wko.at

www.eventnet.at

Mag. Susanne BACHNER
TÜV AUSTRIA Cert
Personenzertifizierung

Tel: +43 (0)1 514 07-6174
E-Mail: perszert@tuv.at

www.tuv.at

www.tuv.at/jahresbericht