„ZERØ EMISSION CITIES“ 2011 – Dream or Goal?:Conclusio: Smart Cities sind nur mit smarten Citizens möglich! | |
Dass Klimaschutz keine Utopie, sondern eine realistische Zielsetzung für die Zukunft ist, zeigte sich beim gestrigen zweiten Wiener Energiekongress „Zero Emission Cities“. Die Tagung lockte bei der erneuten Auflage über 500 interessierte und begeisterte Fachbesucherinnen und -besucher in das Wiener Rathaus. „Die Konferenz war ein voller Erfolg. Besonders freut es mich, dass wir es geschafft haben, so viele Leute für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und ‚Zero Emission Cities‘ als fixe Größe in der Wiener Kongresslandschaft zu etablieren“, so der Initiator Ing. Roman Weigl, MSc, Fachgruppenobmann der WKW Ingenieurbüros.
Nach der Begrüßung durch Hausherrin und Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima und WKW-Präsidentin KommR. Brigitte Jank eröffneten Umweltminister DI Niki Berlakovich und Ing. Roman Weigl, MSc fachkundig den Kongress. ORF-Moderatorin Mag. Claudia Reiterer führte mit höchstem Umweltfachwissen und größtem Charme durch den Kongresstag.
Mit ihren fachkundigen Inputs entlockte sie so manchem Vortragenden handfeste, realisierbare Umsetzungsmöglichkeiten für jedermann und trug mit ihrer motivierenden Moderationstechnik, indem sie das Publikum voll und ganz integrierte und zum Mitdiskutieren animierte, zum Erfolg dieser Veranstaltung bei.
„Zero Emission Cities“ präsentierte in insgesamt neun Keynotes gebündeltes Fachwissen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Die Experten zeigten an Hand der unterschiedlichsten Beispielen und Fachvorträgen wie eine emissionsfreie Zukunft ausschauen kann und soll.
DI Thomas Madreiter von der Abteilung Wiener Stadtentwicklung und Stadtplanung stellte das hochinteressante Projekt „Smart City Wien“ vor. Hingegen der soeben neu inthronisierte Siemens-Leiter der Abteilung Infrastructure & Cities in CEE, Mag. Arnulf Wolfram, referierte gekonnt zum Thema „Next Generation Cities - technische Lösungen für nachhaltige Mobilität, Umweltschutz und Energieeinsparung“. Wie sehr das Thema Nachhaltigkeit auch den öffentlichen Verkehr betrifft, stellte der ÖBB Postbus-Chef KommR. Heinz Stiastny in seinem Referat „Der CO2 Footprint des öffentlichen Verkehrs“ hocheloquent dar.
Am Nachmittag wurde die neue Leitinitiative der Vizebürgermeisterin Mag. Maria Vassilakou „Wien auf dem Weg zur Solarstadt“ vom stellvertretenden Leiter der soeben neu gegründeten Abteilung Energieplanung, Gerhard Ritter, vorgestellt.
Dass Energie nicht ausschließlich auf der Basis von Strom, Wärme oder Mobilität das Klima beeinflusst, sondern dass die geschickte Ressourcennutzung auch ein Thema ist, erklärte DI Wojciech Rogalski, Chef der Wiener Abfallwirtschaft, in seiner Keynote „Abfall ist Rohstoff“.
Der Grundtenor des Kongresses Zero Emission Cities: „Die Handlungen, die wir heute setzen, sind die Vorgaben für morgen“, ließ sich besonders schön beim Vortrag „Sonnenlicht im Innenraum“ von DI Gregor Radinger und DI Daniela Trauninger von der Donau Universität Krems erkennen. Wie weit nachhaltiges Ressourcenmanagement in all unsere Lebensbereiche eindringt, bewiesen die abschließenden Redner.
Nigel Storny, CEO LeasePlan Österreich, referierte mit großer, geschickter Emotion in seinem Vortrag „CO2-neutrale Fuhrparklösungen“, wie sich Fortbewegung vom Status des Autobesitzers zum künftigen Mobilitäts-User (Car-Sharing) verändert. Robert Pfarrwaller, CEO Philips Österreich, referierte hingegen über „Energieeffizienz in der kommunalen Beleuchtung“ und stellte geschickt die Philips-Neuprodukte auf LED-Basis vor. Last but not least, war Prof. Mag. Herbert Lechner von der Österreichischen Energieagentur zu hören. Sein Thema: „Energie- und klimapolitische Rahmenbedingungen für Städte“.
„All diese Ideen und Projekte, so unterschiedlich sie auch sein mögen, haben eines gemein: sie beruhen auf Innovationsgeist, Effizienz, technischer Kreativität und Kompetenz – alles Eigenschaften, die es in den Ingenieurbüros zu hohem Maße gibt“, erklärte Roman Weigl und freut sich somit über künftige Auftragspotentiale.
Abgerundet wurde der Kongresstag mit zwei hochklassig besetzten Diskussionsrunden zu den spannenden Themen:
„Energetische Zukunftsvisionen“
Teilnehmer: DI Dr. Susanna Zapreva (Wien Energie), Dr. Andreas Hopf (Raiffeisen NÖ-Wien), Dr.
Alexander Kopecek (Flugfeld Aspern), Nigel Storny (GF LeasePlan), DI Christian Schönbauer
(Sektionschef für Energie und Bergbau, Wirtschaftsministerium), Mag. Arnulf Wolfram (Siemens
Infrastructure), Ing. Roman Weigl, MSc (WKW Ingenieurbüros)
„Künftige Energieressourcen richtig einschätzen“
Teilnehmer: Mag. Peter Molnar (Klimabündnis Ö), DI Emmerich Seidelberger (Risikoforscher, BOKU), Dr. Hugo Eberhardt (Vorstandsvorsitzender TÜV AUSTRIA), Gerhard Ritter (stv. Leiter Energieplanung MA20), Mag. Doris Wirth (Ingenieurbüros), KommR Heinz Stiastny (ÖBB Postbus).
Der Erfolg des Kongresses hat die Wichtigkeit dieses Zukunftsthemas untermauert und einmal mehr wurde klar, Smart Cities sind nur mit smarten Citizens möglich.
Die heutige Wohlstandsgesellschaft muss sich mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ beschäftigen und aktiv darauf reagieren wollen.
Politische Rahmenbedingungen sind zwar wichtig, technische Innovationen sind gefragt, die Geschwindigkeit der nötigen Veränderungen bestimmt jedoch ausschließlich die Bevölkerung, so die Conclusio des Kongresses.
„Da das Thema uns in den nächsten Jahrzehnten begleiten wird, wurde bereits jetzt definiert, dass es auch im nächsten Jahr einen Energiekongress namens „Zero Emission Cities“ geben wird“, so Roman Weigl, Chef der WKW Ingenieurbüros.
Weitere Informationen, Bilder der Veranstaltung wie auch Videos der Keynotes finden Sie in Kürze unter www.zeroemissioncities.at.