TÜV Akademie:Neue Herausforderungen für Qualitätsmanager/innen. | |
Das Verständnis von Qualitätsmanagement hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Heute gilt es, ein am Markt erfolgreiches und überlegenes Geschäftsmodell zu gestalten und zu leben.
Mit ein Auslöser für diesen Wandel war die Einführung der „neuen“ ISO 9001:2000 vor mehr als fünf Jahren. Sie war Anlass für moderne Unternehmen, ihre Geschäftsabwicklung auf Kundenorientierung und Prozess management auszurichten. Für Qualitätsmanager/innen erweiterte sich dabei das Rollenbild und die Verantwortung.
Meilenstein Prozessmanagemen und „Business Excellence“
Zu den persönlichen Anforderungen an modernde Qualitäsmanager/innen gehört es, sich auf dem neuesten Stand der Qualitätsphilosophie und Managementmethoden zu halten. Die Einführung und Verwaltung eines QM-Systems ist dabei zu wenig; vielmehr müssen die Abläufe und Prozesse im Unternehmen verstanden, kontrolliert und in Richtung einer ständigen Weiterentwicklung gesteuert werden. Die QM-Stabstelle wird somit zu einer bedeutenden Assistenz- und Unterstützungsfunktion der Geschäftsführung und aller Mitarbeiter/innen.
„Business Excellence“ ist heute für QM-Verantwortliche der Maßstab. Diese „hervorragende Unternehmensführung“ basiert auf einer ganzheitlichen Qualitätsphilosophie und der Einbeziehung aller Interessenspartner des Unternehmens. Sie bestimmt sich aber auch aus der Berücksichtigung weiterer sinnvoller und notwendiger Managementsys teme im Unternehmen. So machen die Integration der Umweltaspekte, die Erfüllung aller Forderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bis hin zur Einbindung des Controllings die erfolgreiche Gesamtführung eines Unternehmens aus.
Integrierte Kompetenz - Vorteile für alle Beteiligten
Zu den neuen Herausforderungen für Qualitätsmanager/innen gehört es daher, für die Zusammenführung von Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagementsystemen in ein Integrier tes Managementsystem (IMS) zu sorgen. Qualitätsverantwortliche brauchen dabei sowohl eine sehr hohe Fach- als auch Kommunikationskompetenz bei der Zusammenarbeit mit weiteren Beauftragten im Betrieb. Dabei bleibt es für Qualitätsmanager/innen weiterhin eine Herausforderung, das Unternehmen für notwendige Veränderungen zu begeistern. Der Nutzen liegt aber auf der Hand: Die Verfolgung gemeinsamer Ziele, eine vereinfachte Dokumentation und eine bessere Übersichtlichkeit bringen Vorteile für alle Beteiligten im Betrieb. Und nach außen profitiert das Unternehmen von erhöhter Kundenzufriedenheit und vom Imagegewinn durch die systematische Kundenorientierung, die nachvollziehbare Einhaltung aller gesetzlichen Forderungen sowie die kontinuierliche Verbesserung.
Auch Bereiche, die auf den ersten Blick nicht in die klassische Verantwortung von Qualitätsmanager/innen fallen, können wesentlich zum Erfolg beitragen. So wird das Thema Informationssicherheit primär dem IT-Bereich zugeordnet. Die Forderungen der neuen zugrundeliegenden Norm ISO 27001:2005 „Anforderungen an ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS)“ können in Zusammenarbeit zwischen IT-Expert/innen und Q-Manager/innen in fachlicher und organisatorischer Hinsicht besser gemeinsam erreicht werden.
Die ISO 9001:2000 und kompetente Qualitätsmanager/innen bilden daher unabhängig von der Unternehmensgröße oder Branche ein starkes Rückgrat für ein modernes, erfolgreiches Unternehmen.
Autor: Thomas Rochowansky, MBA