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Gastkommentar:

Licht ins Dunkel Seit 34 Jahren ist da jemand

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Tschürtz-Kny

,,Licht ins Dunkel’ gehört zu Weihnachten wie das Vanillekipferl“, pflegt Kurt Bergmann, der Begründer der Aktion, gerne zu sagen. Und tatsächlich: Was vor 34 Jahren als kleiner Spendenaufruf zu Gunsten eines Behindertendorfes im niederösterreichschen Sollenau begann, und zwar in einer Weihnachtssendung von Radio Niederösterreich, ist heute aus dem Bewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher kaum mehr wegzudenken. Wenn zur Adventszeit im Fernsehen oder Radio die zarte Kinderstimme fragt, „Ist da jemand?“, dann weiß jeder, dass wieder „Licht ins Dunkel“-Zeit ist und zu Spenden für bedürftige Menschen, insbesondere Kinder in Österreich, aufgerufen wird.

Die Aktion wäre ohne die Unterstützung des ORF nicht zu dem geworden, was sie heute ist. Der ORF ist der mediale Multiplikator , der „Licht ins Dunkel“ im ganzen Land bekannt gemacht hat. Der ORF bezieht übrigens für seine Leistungen keinen einzigen Cent aus Spendengeldern – diese gehen eins zu eins an den Verein „Licht ins Dunkel“ und unsere Aufgabe ist es, dieses uns anvertraute Geld jenen zukommen zu lassen, die Hilfe am dringendsten benötigen.

Die Hilfe hat viele Gesichter

Das Spektrum der von „Licht ins Dunkel“ unterstützten Projekte reicht von Tagesbetreuungs- und Fördereinrichtungen, betreuten Wohnungen für behinderte Menschen und Werkstätten über Ausbildungseinrichtungen, Beratungsangeboten für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige bis hin zu medizinisch-therapeutischen Hilfsmitteln – vom Rollstuhl bis zum Treppen- oder Badewannenlift oder der Einstiegshilfe für das Auto –,und vieles mehr. Alle diese Projekte werden von uns selbstverständlich sorgfältigst geprüft, bevor wir ihnen Spendengelder anvertrauen. Allein im vergangenen Jahr hat „Licht ins Dunkel“ in allen Bundesländern 421 Behinderten- und Sozialhilfeprojekte gefördert. Der Verein „Licht ins Dunkel“, der über das Spendengütesiegel verfügt, wird jährlich von drei unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf zweckmäßige und korrekte Mittelverwendung kontrolliert. Auch der jedes Jahr erscheinende Rechenschaftsbericht gibt Auskunft über die Verwendung der Spendengelder und sorgt für Transparenz. Das ist sicher mit ein Grund, warum uns so viele Menschen vertrauen – und wir sind stolz auf die seit 34 Jahren skandalfreie Geschichte von „Licht ins Dunkel“.

Nur rasche Hilfe ist echte Hilfe

Immer wichtiger in unserer täglichen Arbeit wird auch der Bereich der Soforthilfe. Nach Schätzungen der Caritas sind 5,9 Prozent der österreichischen Bevölkerung, also rund 460.000 Menschen, von Armut betroffen. Zwei Drittel der Armen sind weiblich. Über 113.000 Kinder und Jugendliche (bis 19 Jahre) in Österreich leben in Armut. Hinter diesen Zahlen verbergen sich Einzelschicksale, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind. Briefe oder Anrufe von Menschen, die nicht mehr wissen, wie sie den nächsten Monat Miete, Heizkosten, Arztrechnungen oder warme Kleidung für ihre Kinder bezahlen können. Gerade Familien mit behinderten Kindern sind oftmals von Armut betroffen. Noch stärker gilt dies für Alleinerziehende, denen aufgrund der Betreuung eines behinderten Kindes keine Möglichkeit mehr zur Berufstätigkeit bleibt. Auch durch unvorhergesehene Schicksalsschläge, etwa durch den Tod eines Elternteils oder einen Unfall, der die Erwerbsunfähigkeit zur Folge hat, stellen sich oftmals große finanzielle Probleme ein. Hier hilft seit vielen Jahren der „Licht ins Dunkel“-Soforthilfefonds, um Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, rasch und unbürokratisch durch Überbrückungshilfen wenigstens die Existenzgrundlage abzusichern. Allein im letzten Jahr wurde 3.417 Familien mit 10.091 Kindern durch „Licht ins Dunkel“-Soforthilfen in Höhe von 2,1 Millionen Euro geholfen. „,Licht ins Dunkel’ erinnert an eine Aktiengesellschaft, die im Auftrag der Bergpredigt gegründet wurde. Die Aktionäre sind die Österreicherinnen und Österreicher und ihre Dividende ist das umverteilte Mitgefühl in Form von guten Werken.“, sagt André Heller im Vorwort zu Kurt Bergmanns „Mein Licht ins Dunkel“-Buch, das die Geschichte und Geschichten dieser einzigartigen Aktion, die seit mehr als drei Jahrzehnten besteht, erzählt. In diesem Sinne möchte ich allen Spenderinnen und Spendern, Partnern und Sponsoren von „Licht ins Dunkel“ Danke sagen! – Denn sie ermöglichen es uns, dass wir sagen können: „Seit 34 Jahren ist da jemand“.