Verkehrswirtschaft:Mit dem Talent der Jugend |
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Die TÜV AUSTRIA AUTOMOTIVE GMBH kooperiert mit den Maturaklassen der HTBLA Eisenstadt.
Prüfverfahren bereiten – nicht nur im automotiven Bereich – den technischen Diensten große Probleme. Für Standardmethoden finden sich am Markt viele ausgereifte Systeme, die aber nicht alle Richtlinien abdecken können. Eigenkonzepte, die derartige Lücken schließen, scheitern weniger am fehlenden Know-how als an der nötigen Zeit, sie zu entwickeln und umzusetzen.
Die TÜV AUSTRIA AUTOMOTIVE GMBH beschritt einen neuen Weg zur Lösung des Kapazitätsproblems. Dr. Markus Guggenberger, der im automotiven Geschäftsbereich der Homologation und Bauteilprüfung tätig ist, ist auch Lehrer an der HTBLA Eisenstadt. Dort mobilisierte er findige Jung-Techniker, die dem TÜV AUSTRIA ein großes Stück weiterhalfen.
Die HTBLA Eisenstadt
Die HTBLA Eisenstadt hat bereits viele erfolgreiche Absolventen hervorgebracht, die in Schlüsselpositionen in der Wirtschaft und Industrie tätig sind. Derzeit bietet die HTBLA Eisenstadt fünf verschiedene Ausbildungszweige an: Mechatronik/Automatisierungstechnik, Maschinenbau, Werkstoffingenieurwesen, Flugtechnik und die Fachschule für Maschinenbau. Grund genug für den TÜV, eine Zusammenarbeit mit der Schule zu forcieren. Die TÜV AUSTRIA AUTOMOTIVE GMBH hat den Maturanten gleich mehrere Aufgaben gestellt, die teilweise verblüffende Lösungen entwickelten Sicherheitstechnik wird zunehmend ein immer stärker gefragter Bestandteil jeder Produktentwicklung.
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| Prüfmaschine Kopfaufprall |
Das erste Projekt befasst sich mit der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung einer Prüfvorrichtung, die den Kopfaufprall eines Fußgängers gegen ein Fahrzeug messen konnte. Dieses interdisziplinäre Projekt benötigt neben fundierten Maschinenbaukenntnissen auch Geschick im Bereich der Messtechnik und Elektronik.
Ein vierköpfiges Mechatroniker-Team der HTBLA Eisenstadt hat dieses Problem bravourös gelöst. Die Prüfeinrichtung wurde so konstruiert, dass der Prüfkopf mit einer Feder mit bis zu 500 kg Kraft vorgespannt werden kann, um dann auf die Motorhaube des Fahrzeugs geschleudert zu werden. Beschleunigungs-aufnehmer messen dabei die Unfallschwere und geben die Daten in einem Messkoffer an einen PC weiter.
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| Prüfmaschine Kopfaufprall |
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Das zweite Projekt ist die Erstellung eines Lenkrades, das zur Messung der Lenkkräfte bei Kraftfahrzeugen dient. Zur Erfüllung der europäischen Richtlinie muss die Lenkanlage so ausgebildet sein, dass selbst beim Totalsaufall der Lenkkraftunterstützung die Kräfte ein gewisses Maß nicht übersteigen dürfen. Die Maturanten konstruierten eine clevere Vorrichtung, die einfach am bestehenden Lenkrad befestigt werden kann. Ein Drehmomentensensor misst die Lenkkräfte während der Fahrt und gibt die Daten an einen Messkoffer weiter, von wo aus sie weiter verarbeitet werden können.
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| Messlenkrad |
Derzeit arbeitet ein weiteres Maturantenteam eifrig an der Umsetzung einer Prüfeinrichtung zur Messung des Auftriebswiderstands an Fahrzeugen. Ein schwieriges Unterfangen, da die Prüfeinrichtung bei Geschwindigkeiten bis 300 km/h eingesetzt werden soll. Die Übergabe soll im Frühjahr erfolgen.
Dipl.-Ing. Walter Bussek, Geschäftsführer der TÜV AUSTRIA AUTOMOTIVE GMBH, würdigte im Zuge der Maturafeier das Engagement der Maturanten. Die Zusammenarbeit mit der technischen Schule ist ein Meilenstein für beide Partner. Die Schüler erhalten die Gelegenheit, erste Kontakte mit der Wirtschaft zu knüpfen, und die Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die TÜV AUSTRIA Gruppe beim Ausbau ihrer Geschäftsfelder. Und bei erfolgreich abgeschlossenen Projekten besteht die Möglichkeit für die Schüler, Teil des größten technischen Dienstes Österreichs zu werden.
Gute Mitarbeiter sind das Kapital des TÜV AUSTRIA.
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